Janisson-Baradon

1922 von Georges Barandon gegründet, produziert das Familienunternehmen Janisson-Baradon in der Montagne de Reims auf 9 ha etwa 70.000 Flaschen pro Jahr (zum Vergleich Moët & Chandon produziert auf ca. 1000 ha. mehr als 60. Mio Flaschen!). Alle Flaschen werden immer noch von Hand degorgiert. Wer also auf Individualität und Persönlichkeit Wert legt, der ist bei Janisson-Baradon in den allerbesten Händen. Der 1974 geborene Sohn Cyril Janisson stieg 1997 nach seinem Önologie-Studium im Burgund in den elterlichen Betrieb ein und sorgt seitdem für viel frischen Wind. Ähnlich wie die Champagner Ikone Anselme Selosse, hat er einige Methode der Weinbereitung aus dem Burgund mitgenommen und produziert damit zupackende, reichhaltige aber auch finessenreiche Champagner.

Der Weinbau von Janisson-Baradon ist naturnah, es werden keine Herbizide und Pestizide verwendet. Die durchschnittliche Ertragsmenge liegt in der Champagne bei etwa 75 hl/ha, bei Janisson beträgt sie lediglich 50-55 hl/ha, bei den Einzellagen-Champagnern wie Toulette oder Tue Boeuf sind es gerade einmal 30 hl/ha. Der Chardonnay wächst in einer Grand Cru Lage.

Die Vinifizierung ist ein Mix aus Stahl und Holz mit malolaktischer Gärung für die Nicht-Jahrgangs-Champagner und 100% Holz (alte Burgunder Fässer, 3-18 Jahre alt) ohne malolaktische Gärung für die Jahrgangs Champagner. Lagerung im Holz ca. 8-12 Monate. Außerdem wird experimentiert mit dem Ausbau in Zement-Eiern.

Der Janisson-Baradon Grande Réserve aus Einzellagen und Non Dose lagert bis zu 3 Jahre in der Flasche auf der Hefe. Bevor die Champagner in den Handel kommen, werden sie noch mindestens 6 Monate auf dem Weingut gelagert, um sich zu harmonisieren. Durch das lange Hefelager sind die Champagner sehr cremig und würzig, mit einer sehr feinen Perlage.