Hobel Wines

Napa Valley / Kalifornien

Cameron Hobel, Inhaber des kleinen Weinguts mit knapp 4000 Fl. Produktion ist zunächst ein guter Weinhändler und wurde nach mehreren Treffen in Burgund, an der Rhône und in Kalifornien ein Freund. Camerons Geschichte im Weinbusiness begann nach dem College mit der Arbeit bei einem Winzer im NapaValley, woran sich ein Job im Auktionshaus Christies anschloss, wo er schnell zum jüngsten Abteilungsleiter des Weindepartments in der Geschichte des Hauses aufstieg und danach als Direktor für Business Development zur Firma winedid.com wechselte. Nach einem kurzen Europaaufenthalt gründete er seine eigene Weinfirma im Napa Valley. Während seiner Zeit bei winebid.com lernte Cameron Thomas Rivers Brown kennen, der damals bei Turley Wine Cellars als Assistent-Winemaker beschäftigt war. Thomas machte schnell Karriere und berät heute neben der Arbeit in seinem Weingut  Rivers Marie herausragende Güter wie Schrader, Outpost und Maybach. Wieder zurück im Napa Valley entwickelte sich aus Camerons und Thomas Freundschaft das Projekt Hobel Wines, für dessen Weine Thomas verantwortlich ist.
In einem grossartigen Weingarten (Engelhard Vineyard) in ca. 250 m Höhe am Fusse der Diamond Mountains im Napa Valley fanden sie Eigentümer, die ihnen freie Hand liessen. Man pflanzte drei ausgesuchte Clone für Cabernet Sauvignon auf bestens drainiertem vulkanischen Boden. Der Jahrgang 2010 ist der 2. Jahrgang für Hobel Wines und brachte einen Wein hervor, der uns auf der Stelle bei der Probe begeisterte. Ein Wein ohne laute Parker`sche Begleitmusik, getragen von den idealen Bedingungen eines kühlen Jahrgangs. Die relativ lange Zeit, die es bis zur perfekten phenolischen Reife brauchte (Lese am 26. Oktober), die Kühle des Sommers und die insgesamt moderaten Temperaturen während des Reifeverlaufs führten zu einem dichten feinaromatischen, hochkomplexen Wein, dessen Frucht und seidiges Mundgefühl betören, Lichtjahre entfernt von den vielfach brutal überextrahierten, unharmonischen alkoholreichen  2010er Bordeaux. Die Seidigkeit und Fruchtintensität und Eleganz eines solchen kalifornischen Cabernets ist greifbar, schmeckbar und real, wonach man einen Bordeaux des gleichen Jahrgangs frustriert in den Keller legt um ihn 10-20 Jahre zu vergessen und mit dem Risiko ihn danach als gezehrten Weinrentner zurückzubekommen.